Obstbäume erhalten

Obstbaumschnitt & Pflege.

Gesunde und gut gepflegte Obstbäume tragen hochwertige Früchte. Der richtige Schnitt verbessert Ertrag und Baumgesundheit und kann dazu beitragen, dass ein Baum viele Jahre erhalten bleibt.

Ein Schnitt mit Ziel

Warum der Baumschnitt wichtig ist.

01

Bessere Früchte

Mehr Licht und Luft in der Krone unterstützen die Entwicklung und Qualität der Früchte.

02

Gesündere Bäume

Eine luftige Krone trocknet schneller ab und kann Krankheiten und Schädlingen vorbeugen.

03

Gleichmäßiger Ertrag

Ein durchdachter Schnitt fördert Fruchtholz und hilft, die Ernte über die Jahre auszugleichen.

04

Längeres Baumleben

Stabile Leitäste und rechtzeitig entfernte Fehlentwicklungen erhalten den Baum.

Schaubild einer Pyramidenkrone mit Mitteltrieb, Leitästen und Fruchtholz

Die bewährte Grundform

Die Pyramidenkrone.

Bei vielen Obstbäumen bildet ein kräftiger Mitteltrieb die Mitte. Darum stehen drei bis vier gut verteilte Leitäste. An kurzen Seitentrieben entsteht das Fruchtholz. Diese klare Grundform bringt Licht in die Krone und verteilt die Last der Früchte.

Der Öschbergschnitt

Beim Öschbergschnitt wird der Mitteltrieb auf etwa 2,5 bis 3 Meter geführt. Drei bis vier Leitäste stehen spiralförmig und ungefähr im 60-Grad-Winkel dazu. Konkurrenztriebe sowie nach innen oder steil nach oben wachsende Triebe werden entfernt; Fruchtholz wird gezielt gefördert.

Schaubild: schräger Schnitt über einem nach außen gerichteten Auge

Sauber und bedacht

Wichtige Schnitttechniken.

  • Auf Außenauge schneiden: Etwa fünf Millimeter oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe schräg schneiden.
  • Saftwaage beachten: Leitäste möglichst auf vergleichbarer Höhe halten, damit sie sich gleichmäßig entwickeln.
  • Sauber schneiden: Scharfes Werkzeug verhindert gequetschte oder ausgefranste Wunden.
  • Am Astring schneiden: Äste sauber am Ansatz entfernen, ohne den Stamm zu verletzen.

Entferne in einem Jahr höchstens etwa ein Drittel der Krone. Starke Eingriffe führen oft zu kräftigem Neuaustrieb.

Wann ist es richtig?

Der passende Zeitpunkt.

Kernobst

Äpfel und Birnen werden meist im Winter zwischen November und März an frostfreien Tagen geschnitten. Ein Sommerschnitt zwischen Juni und August kann bei stark wachsenden Bäumen sinnvoll sein.

Steinobst

Kirsche, Pflaume und anderes Steinobst schneidet man am besten direkt nach der Ernte. Ein Winterschnitt ist hier ungünstig.

Gartenschere, Astschere und Baumsäge für den Obstbaumschnitt

Scharf und sauber

Das richtige Werkzeug.

Für dünne Triebe bis ungefähr zwei Zentimeter reicht eine Gartenschere. Eine Astschere bewältigt stärkere Äste bis etwa vier Zentimeter, für größere Schnitte ist eine Baumsäge geeignet.

Werkzeuge sollten scharf und sauber sein. Wundverschlussmittel werden heute nicht pauschal eingesetzt; bei größeren Schäden oder unsicheren Schnitten hilft eine fachliche Einschätzung.

Häufige Fehler vermeiden

  • Nicht bei starkem Frost schneiden.
  • Keine Aststummel stehen lassen und den Astring nicht verletzen.
  • Steile Konkurrenztriebe rechtzeitig entfernen.
  • Alte Bäume schrittweise über mehrere Jahre pflegen.

Hilfe vom Fachmann

Marcel Tange

Obstbaumwart & Spezialist für alte Obstsorten

Für einen fachgerechten Obstbaumschnitt in der Prignitz empfehlen wir Marcel Tange. Er beurteilt Alter, Zustand und Aufbau des Baums und plant die Pflege passend zum jeweiligen Exemplar.

Gerade bei alten, lange nicht gepflegten oder großen Bäumen lohnt sich fachliche Hilfe. So bleiben wertvolle Sorten und Streuobstwiesen als Lebensraum erhalten.

Direkter Kontakt0162 / 4894802marcel.tange@web.de

Obstvielfalt bewahren

Jeder alte Baum erzählt eine Geschichte.

Streuobstwiesen bieten Lebensraum, prägen unsere Landschaft und bewahren regionale Sorten. Mit regelmäßiger Pflege können diese Bäume lange weiterleben und Früchte für die nächste Mostsaison tragen.

Regionale Obstsorten entdecken

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